
Im Rahmen des LEADER-Projekts „Zukunftsdörfer“ wurde am Freitag, den 21.11.2025, eine neue Bank für die Dorfgemeinschaft eingeweiht. Ortsbürgermeisterin Erika Simons und die Dorfgemeinschaft Feuerwehr Borr e. V. mit ihrem Vorsitzenden Daniel Thelen hatten eingeladen – und viele sind gekommen: die Vorsitzende der LAG Zülpicher Börde e. V., Carla Neisse-Hommelsheim, Regionalmanager Sebastian Duif sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Borr und Umgebung.
Ein Ort für Begegnung, Pause und Dorfleben
Die Bank steht von nun an allen offen: den Borrerinnen und Borrern, Spaziergängerinnen und Spaziergängern, Wandernden und Radfahrenden. Sie ist ein Ort zum Ausruhen, zum Erzählen, zum Innehalten – ein kleiner Baustein für mehr Dorfleben, Begegnung und Miteinander.
Wer hier Platz nimmt, nutzt nicht nur eine Sitzgelegenheit, sondern einen bewusst geschaffenen Ort der Begegnung. Die Bank lädt dazu ein, kurz anzuhalten, ins Gespräch zu kommen und den Blick auf die Umgebung zu richten.
Lebensraum im Holz – Natur zum Hinsetzen
Gleichzeitig ist sie ein stiller Beitrag zum Naturschutz. Die naturbelassene Bank aus dicken Eichenklötzen bietet vielen totholzbewohnenden Insekten wertvollen Lebensraum. Was von außen schlicht wirkt, ist im Inneren ein kleines Refugium für Käfer & Co.
Auf einer am Eichenstamm montierten Informationstafel wird erklärt, was in und an diesem Holz lebt und warum Totholz so wichtig für die Artenvielfalt ist. So erfahren spätere Nutzerinnen und Nutzer, dass sie nicht nur auf Holz sitzen, sondern mitten in einem kleinen Ökosystem Platz nehmen, wie Projektleiterin Ulrike Löffler von der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft betont.
Einsegnung, Erbsensuppe und gute Gespräche
Nach der stimmungsvollen Einsegnung durch Kaplan Boris Schmitz wurde der neue Platz gleich seiner Bestimmung übergeben: Man blieb, kam ins Gespräch, stieß an. Bei einem geselligen Umtrunk mit Erbsensuppe bei den Eheleuten Husstadt – die auch die Ideengeber für die Bank waren – zeigte sich, wofür dieser Ort gedacht ist: für Begegnung, Gemeinschaft und ein Stück gelebte Dorfkultur.
„Zukunftsdörfer“ – Unterstützung für alle, die Natur gestalten wollen
Das Projekt „Zukunftsdörfer“ unterstützt Menschen, die ihre Umgebung grüner, lebendiger und artenreicher machen wollen – Privatleute, Vereine, Kitas und Schulen. Es stellt Pflanzmaterial und Nistkästen bereit, bietet Beratung und organisiert vielfältige Aktionen rund um Artenvielfalt und Natur.
Wer selbst aktiv werden möchte, kann sich an Ulrike Löffler von der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft wenden (Tel. 01578 0641327, E-Mail: u.loeffler@biostation-bonn-rheinerft.de).
Europäische Förderung für lebendige Dörfer
„Zukunftsdörfer“ erhält eine Zuwendung durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union, finanziert aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Die Fördermittel stammen aus dem Budget der LEADER-Region Zülpicher Börde – und helfen dabei, dass Orte wie Borr nicht nur funktionieren, sondern blühen, wachsen und ein Stück Zukunft direkt vor der eigenen Haustür erlebbar machen.