
Es steht im Raum, die Kübel abzuschaffen. Wir finden: Das sollten wir uns gut überlegen.
Denn unsere Kübel sind mehr als Deko. Sie sind kleine Oasen im Alltag, grüne Akzente auf trostlosen Bürgersteigen und ein Zeichen dafür, dass sich Menschen hier kümmern – ums Gießen, Bepflanzen und um ein lebenswertes Umfeld.
Ein Ort ohne Blumenkübel? Das ist wie ein Garten ohne Blüten – möglich, aber ziemlich seelenlos.
Platz für Autos oder Platz fürs Auge – und für mehr Sicherheit?
Natürlich: Blumenkübel stehen manchmal im Weg. Aber sie stehen vor allem für etwas – für Lebensqualität, für Engagement, für ein bisschen Stolz auf den eigenen Ort. Wo Blumen wachsen, wächst auch Gemeinschaft.
Gleichzeitig haben sie eine ganz praktische Funktion: Durch ihre Präsenz wird der Verkehr automatisch gebremst, Fahrerinnen und Fahrer nehmen den Ort bewusster wahr und fahren in der Regel langsamer und vorsichtiger. Die Kübel sind damit nicht nur Schmuck, sondern auch ein Baustein für Verkehrsberuhigung und Sicherheit im Ort.
Sie prägen das Ortsbild von Borr – wir finden: zum Besseren! Ohne sie gibt es zwar mehr Platz für Autos, aber weniger Tankstellen für Bienen, glatte Bürgersteige, aber keine Farbe, keine Blüten und vor allem keinen Charakter. Mit ihnen wird Borr zu einem Ort, der nicht mehr „nur“ funktioniert, sondern erstrahlt – und zugleich bewusster befahren wird.
Wir möchten das Gegenteil von kahlen Straßen: Wir wollen blühende Landschaften – nicht nur auf den Feldern, weit weg, sondern auch direkt vor unseren Haustüren, entlang der Straßen und Plätze in Borr und Scheuren.
Zur Erklärung
Im Jahr 2017 wurden in Absprache mit der Stadt die Blumenkübel in Borr aufgestellt. Rund 6.000 Euro flossen damals in dieses Projekt – finanziert und umgesetzt vom damaligen Gartenbau- und Verschönerungsverein, der die Kübel nicht nur bezahlte, sondern auch persönlich aufstellte. Unterstützt wurden wir durch die Stadt Erftstadt, die die Standorte der Kübel geprüft und genehmigt hat.
Auf Initiative eines Anwohners der Valderstraße haben verschiedene Behörden inzwischen die Parksituation und den ruhenden Verkehr vor Ort unter die Lupe genommen. Im Raum stehen nun Veränderungen, die auch unser Straßenbild betreffen könnten.
Damit rückt eine Frage in den Mittelpunkt, die weit über einzelne Stellplätze hinausgeht: Sollen in Zukunft Parkplätze mit unseren Blumenkübeln in Konkurrenz stehen – ist es das, was wir uns für Borr und Scheuren wünschen?
Eure Meinung ist gefragt – und eure Tatkraft!
Wir wollen nicht, dass Borr und Scheuren zur reinen Durchfahrtszone werden. Wir wollen Orte, die lebenswert sind – und dafür brauchen wir euch! Und Blumenkübel!
Nutzt jetzt die Möglichkeit, Borr und Scheuren aktiv mitzugestalten!
Werdet Mitglied, bringt eure Ideen ein, macht mit. Ob im Verein, beim Gespräch an der Haustür oder digital – jede Stimme zählt, jede Hand hilft.
Wir freuen uns auf eure / Ihre Meinung und euer Engagement.